05. Februar, 20:00 Uhr,
„Sieben Frauen und ein Dichter“

Ein Brechtabend von Studenten der Hochschule für Musik und Theater Leipzig

Das Thema Brecht und die Frauen hat immer wieder Interesse erregt.

Gewiß – er hatte einen großen „Freundinnenkreis“. Er suchte sich die Frauen aus, die ihn in seiner dichterischen Arbeit inspirierten. Die Zusammenarbeit scheint des öfteren gefühlsmäßig geprägt. Manchmal benimmt

sich Brecht charakterlos. Im Alter von 26 Jahren hatte er drei Kinder von drei Frauen. „Die Affären verbrauchen mich“ gesteht er. Moralisten haben darüber die Nase gerümpft. Er beschreibt sich selbst mit dialektischer

Klarheit im Gedicht

Vom armen B.B.

In meine leeren Schaukelstühle vormittags
Setze ich mir mitunter ein paar Frauen
Und ich betrachte sie sorglos und sage ihnen:
In mir habt ihr einen, auf den könnt ihr nicht bauen.

Vier Studentinnen der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig schlüpfen in die Rollen der sieben bedeutendsten Frauen in Brechts Leben. Es ist erstaunlich, welche Verquickungen es zwischen Privatleben und den Schriften aus Brechts unermesslichem Werk gibt.

Natürlich gehört dazu viel Musik. Die Songs von Kurt Weill, Paul Dessau und Hanns Eisler sind bis heute aktuell. Dichtung und Wahrheit – die Grenzen sind fließend.

Mitwirkende:
Anna Luise Baur, Anna Lisa Grebe, Jennifer Siemann, Hellen Swantje Wecker

musikalische Leitung: Jens Baermann (Klavier), Athina Kontou (Bass)