ZU GAST BEI KALLENBACH - ProGohlis PRÄSENTIERT am 08. Dezember 2012, 20:00 Uhr

„Die Wunder von Chanukka

Es singt der Leipziger Synagogalchor
Solisten: Kathleen Glose (Mezzosopran)
Fritz Feilhaber (Tenor)
Klavier: Clemens Posselt
Es liest Thomas Streipert ausgewählte Texte aus
"Die Wunder von Chanukka" von Ingetraud Skirecki

Der Leipziger Synagogalchor bewahrt jüdisches Kulturerbe.

Der Leipziger Synagogalchor

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Das Ensemble widmet sich der Pflege synagogaler Musik insbesondere des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die Werke von Louis Lewandowski, Salomon Sulzer, Samuel Lampel, Samuel Naumbourg, Wilhelm Würfel u. a., die für den Gottesdienst in reformierten Synagogen Deutschlands
und Mitteleuropas geschaffen wurden, werden meist im Wechselgesang zwischen Kantor und Chor a cappella oder mit Orgel- bzw. Klavierbegleitung aufgeführt. Zum weltlichen Repertoire gehören traditionelle jiddische und hebräische Folklore in freier Bearbeitung sowie moderne israelische Chormusik.

Das breit gefächerte Repertoire erlaubt eine variable Programmgestaltung je nach Auftrittsort – große und kleine Konzertsäle, Synagogen, Kirchen und Gedenkstätten – und Anlass der Veranstaltung.
Zahlreiche Auftritte in Deutschland, Konzertreisen u. a. nach Polen, in die Ukraine, die USA, nach Spanien, Portugal, Südafrika, Brasilien und Israel sowie mehrere Auszeichnungen (u. a. der Kunstpreis der Stadt Leipzig und der Stern der Völkerfreundschaft in Gold) zeugen von der
überregionalen Ausstrahlung und der Botschafterfunktion des Chores.

Seit 1978 gestaltet das Ensemble den ökumenischen Gottesdienst in der Thomaskirche Leipzig zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 mit. Zur künstlerischen Arbeit zählen protokollarisch bedeutsame Veranstaltungen (z. B. zum Gedenken an
Yitzhak Rabin 1996 in Berlin und zur Eröffnung der Frauenkirche
2006 in Dresden) ebenso wie Auftritte zu Jüdischen Kulturtagen oder musikalisch-literarische Themenabende.

Der Leipziger Synagogalchor wurde 1962 von Oberkantor Werner Sander gegründet. 1972 übernahm Kammersänger Helmut Klotz die künstlerische Leitung des Laienchores, der sich zu einem im In- und Ausland hoch angesehenen Konzertchor entwickelte.
Seit 2012 wird der Chor von Ludwig Böhme geleitet.