11.05. 2013

Bilder einer Ausstellung

THOMAS STREIPERT und Sarolta Boros-Gyevi (Klavier)

Sir Peter Ustinov (1921-2004)

„Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt, Vorurteile abzubauen. Wenn man schon ein Gefangener seines eigenen Geistes ist, kann man wenigstens dafür sorgen, dass die Zelle anständig möbliert ist.“
Sir Peter Alexander Baron von Ustinov, CBE, FRSA war ein britischer Künstler des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts aus den Bereichen Film, Fernsehen, Theater, Literatur und Musik.
Als Filmschauspieler spielte Ustinov Charakterrollen in Hollywood und wurde zweimal mit einem Oscar ausgezeichnet. Darüber hinaus arbeitete er als Regisseur und Autor. Mit zeitsatirischen Stücken und Romanen etablierte sich Ustinov als Beobachter des politischen und gesellschaftlichen Weltgeschehens und wurde so auch zu einem beliebten Erzähler und Conférencier. Ustinov engagierte sich als Weltföderalist und Sonderbotschafter von UNESCO und UNICEF. In seinen letzten Lebensjahren widmete er sich der Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen und gründete aus diesem Anlass Universitätslehrstühle in Budapest und Durham sowie das deutschsprachige Sir-Peter-Ustinov-Institut in Wien.
Von 1968 bis 1974 war Ustinov Rektor der University of Dundee und amtierte von 1992 bis zu seinem Tod als Kanzler der University of Durham. 1990 wurde er von der britischen Königin in den britischen Adelsstand erhoben.


Modest Petrowitsch Mussorgsky (1831-1881)


Als jüngster Sohn eines wohlhabenden Landbesitzers in Karewo geboren, lernte Modest Mussorgsky durch seine Mutter und durch eine deutsche Erzieherin das Klavierspiel. Er wurde hauptsächlich durch seine Opern und Musikstücke sowie den Klavierzyklus Bilder einer Ausstellung bekannt und gilt als einer der eigenständigsten russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts. Er starb im Alter von 42 Jahren an den Folgen einer jahrelangen Alkoholabhängigkeit. Viele begonnene Werke blieben unvollendet.
Im Juni 1874 schrieb er den Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“, der durch eine Ausstellung der Zeichnungen und Bühnenentwürfe seines verstorbenen Freundes Viktor Hartmann inspiriert war. Es folgten mehrere Zyklen nach Texten des Grafen Golenischtschew-Kutusow sowie zahlreiche Fragmente nie vollendeter Stücke.
Am 13. Januar 1880 musste Mussorgsky den Staatsdienst wegen seiner Trunksucht verlassen, erhielt jedoch unter der Bedingung, dass er seine halbfertige Oper Chowanschtschina zu Ende bringe, eine Pension von 100 Rubel zugebilligt. Sein letzter öffentlicher Auftritt erfolgte am 15. August 1880. Knapp zwei Wochen später wurde er nach mehreren Krampfanfällen am 26. Februar in das Nikolajewski-Krankenhaus eingeliefert. Nach einer scheinbaren Erholung Mitte März, während welcher Repin sein berühmtes Porträt malte, verstarb Mussorgsky am 28. desselben Monats. Er liegt auf dem Alexander-Newski-Friedhof in St. Petersburg begraben.

Sarolta Boros Gyevi

wurde 1981 in Senta, Serbien geboren. Sie studierte Klavier in Subotica (Serbien) bei Mária Székely und Juniku Ildikó.
Vom April 2001 bis Juli 2003 studierte sie an der Hochschule für Musik Köln mit Hauptfach Klavier bei Prof. Josef Anton Scherrer. Ab 2003 studierte sie an der HfMT Leipzig mit Hauptfach Vokale Korrepetition bei Prof. Hans-Georg Kluge (Oper), Prof. Karl-Peter Kammerlander (Lied) und Prof. Hendrik Bräunlich (Lied). 2007 bis 2010 schloss sie ein Aufbaustudium an mit Hauptfach Klavierkammermusik und Liedgestaltung bei Prof. Hans-Georg Kluge (Oper), Prof. Hendrik Bräunlich (Lied), Prof. Gunhild Brandt (Kammermusik). Seit 2005 studiert sie zudem bei Eric Schneider in Berlin (Lied).
Sarolta Boros-Gyevi kann auf eine umfangreiche Konzerttätigkeit verweisen (in Deutschland, Serbien, Irland und Neuseeland), absolvierte mehrere Praktika an der Leipziger Oper und am Mariinsky-Theater, St. Petersburg, Russland (Februar - April 2006). Sie war Korrepetitorin bei mehreren Meisterkursen, z. B. Euroarts Leipzig (2007-2009), Oper Schloss Laubach (2007-2010),und bei dem XVIII. Internationalen Johann-Sebastian-Bach Wettbewerb (Gesang) in Leipzig.
Sarolta Boros Gyevi ist Stipendiatin der Richard-Wagner-Verband Leipzig sowie Stipendiatin der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
Seit März 2010 ist sie freiberuflich tätig.
Seit Juni 2011 arbeitet sie als Korrepetitorin für Gesang an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg.


Thomas Streipert

wurde 1978 in Thüringen geboren. Er studierte zunächst Italianistik und Philosophie an der Universität Leipzig.
1999 wechselte er an die Hochschule für Musik und Theater „Felix-Mendelssohn-Bartholdy“, wo er von 1999 bis 2005 ein Klassisches Gesangsstudium absolvierte. Ein Engagement bei der Neuen Werkbühne München führte ihn von 2005 bis 2008 nach Bayern, wo er eine Ausbildung zum Schauspieler erhielt.
Er spielte u. a. Titus Feuerfuchs in „Der Talisman“ von Johann Nestroy, Zettel in „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare, Matti in „Herr Puntila und sein Knecht Matti“ von Bertold Brecht, Kleists „Michael Kohlhaas“, die Titelpartie in „Figaros Hochzeit“, Oberst Pickering in „My Fair Lady“, sowie zahlreiche andere Rollen.
Seit 2009 lebt und arbeitet Streipert als freischaffender Schauspieler, Sänger und Lehrer in Leipzig.
2009 erhielt er einen Lehrauftrag an der Universität Leipzig.
Seit 2010 arbeitet er zudem als Theaterautor und Regisseur.
Zusammen mit Mareike Greb gründete er 2012 das WerkEnsembL.E., ein freies Theaterprojekt für Leipzig und Umgebung.