18. Juni 2011
„Nur durch Worte kann ich mich befreien“
eine szenische Collage
von und über Eva Strittmatter

mit Barbara Hütten und Maja Chrenko

Die szenische Lesung ermöglicht eine künstlerische und persönliche Begegnung mit der Dichterin Eva Strittmatter. In ihren Gedichten werden ihr großer Gedankenreichtum, ihr spielerisch leichter und doch höchst ernsthafter Sinn für poetische Bilder und Bilderwelten und ihre Suche nach Schönheit und Wahrhaftigkeit erlebbar. In Bekenntnissen und Gesprächen kommt die Künstlerpersönlichkeit Eva Strittmatter zu Wort. Schonungslos offen, nüchtern und illusionslos beschreibt sie ihre schwierige Ehe mit dem berühmten und hochanerkannten Schriftsteller Erwin Strittmatter, das gemeinsame Familienleben in der von ihm gewählten dörflichen Abgeschiedenheit, das Ringen um das eigene künstlerische Werk, das auch ein ständiger Kampf war, das eigene Ich zu behaupten. Eva Strittmatter gelingt es, sich aus diesem Spannungsfeld mit ihrer ganz eigenen poetischen Sprache zu lösen. In ihren Gedichten gibt sie der Schönheit, Einfachheit und Natürlichkeit eine Tiefe und Wahrheit, die heute wie zur ihrer Entstehungszeit anrühren und begeistern.
Barbara Hütten und Maja Chrenko begeben sich auf die Spuren Eva Strittmatters. Sie spielen sich in die dörfliche Szenerie Schulzenhofs und sehen mit Eva Strittmatters Augen und Worten ihre Welt. Im Wechselspiel sind beide Schauspielerinnen Beobachterin und Fragerin oder auch die Dichterin selbst. In der so entstehenden realen Welt der Künstlerin Eva Strittmatter erklingen ihre Gedichte und gehen vielfältige Beziehungen zu konkreten Dingen und Geschehnissen ein - wie ein Anker in der Realität, von dem aus sich die große Welt der Dichtkunst Eva Strittmatters entfaltet.