20. November, 20:00 Uhr
ZU GAST BEI KALLENBACH - ProGohlis PRÄSENTIERTE
"Oskar und die Dame in Rosa" (Benefizveranstaltung)"
mit Brigitte Wähner(Dresden)

Ein ganz großer Wurf ist ProGohlis da wieder gelungen: in Eric-Emmanuel Schmitts Bestseller „Oskar und die Dame in Rosa“ begeisterte Brigitte Wähner als Oma Rosa in dem Ein-Personen-Stück. Virtuos verkörperte sie Dame in Rosa ebenso, wie den todkranken Oskar, dessen Klinikfreunde und auch die überforderten Eltern. Dabei traf sie jede Nuance, war kindlich und erwachsen, heiter und traurig, froh und wütend. Allein auf der Bühne, lies die Künstlerin die Welt des unheilbar an Leukämie erkrankten Jungen wie im Film entstehen. Das Publikum, teils mit einem Kloß im Hals - teils zu Tränen gerührt, dankte im Stehen mit langem Beifall für den großartigen und intensiven Theaterabend.

Um den aber noch eine Krone aufzusetzen, verzichtete Brigitte Wähner auf Ihre Gage und somit konnte ProGohlis – DER KULTURVEREIN eine Spende von 1.000,- EURO an den Verein FAIRBund übergeben. Dieser wird das Geld seinem neuen Projekt „wellcome“ zu Gute kommen lassen, welches praktische Hilfen für Familien direkt nach der Geburt anbietet.

Somit ein Abend schon fast im Hegelschen Sinne, dass aus dem Leben Tod, aber aus dem Tod Leben hervorgeht.

Ein zehn Jahre alter Junge liegt im Krankenhaus, weil er an Leukämie erkrankt ist. Nachdem Chemotherapie und Knochenmarktransplantation fehlgeschlagen sind, hat er nur noch wenige Tage zu leben. Aber jeden davon durchlebt er auf den Rat einer älteren Krankenschwester hin als ob es sich um zehn Jahre handeln würde.
Mit der aus vierzehn an den "lieben Gott" gerichteten Briefen bestehenden Erzählung "Oskar und die Dame in Rosa" möchte Eric-Emmanuel Schmitt offenbar dazu ermutigen, offen und unerschrocken mit dem Thema Krankheit und Sterben umzugehen.

Das Stück wird von Brigitte Wähner aufgeführt
- geboren 1944 in Dresden,
- 1962 bis 1965 Schauspielausbildung am Staatstheater Dresden.
- 1964 Geburt ihres Sohnes Jan Josef Liefers.
- Seit 1966 fest engagiert am Jugendtheater Dresden.
- Zuvor und parallel Gastspiele in der ehemaligen DDR.
- Kleinere Rollen in verschiedenen TV-Produktionen.
- Heute weitere Engagements an unterschiedlichen Dresdner Theatern.

Jan Josef Liefers sagt über seine Mutter:
"Ich fand sie immer etwas Besonderes. Sie war jünger als die meisten anderen Mütter. Spontaner, lustiger, toleranter. Keine, die ständig an einem rumzupft oder auf ihr Taschentuch spuckt, um einem die Mundwinkel sauber zu reiben. Zu Hause lief sie gern leicht bekleidet und mit bröseliger Kräutermaske im Gesicht herum. Manchmal vergaß sie das, wenn sie die Tür aufmachte. Für meine Kumpel war das die Sensation. In unserer kleinen Wohnung war immer was los. Freunde, Familie - alles war eins bei uns. Wenn meine Mutter gespielt hat, bin ich nach der Schule sofort ins Theater gerannt. Ich kannte dort jeden Winkel. Klar war nicht immer alles einfach - aber ich habe
sie nie aufgeben sehen!" (BRIGITTE-woman.de 2010)