23. Januar, 20:00 Uhr
ZU GAST BEI KALLENBACH - ProGohlis PRÄSENTIERTE
„Was träumt der Teufel“

- ein Peter-Hacks-Abend !
Gina Pietsch, Lesung (Berlin) und Hannes Zerbe, Klavier (Berlin)

Gina Pietsch
Sängerin und Schauspielerin;
Germanistik- und Musikstudium an der Karl- Marx-Universität Leipzig;
Studium im Fach Chanson bei Gisela May an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" zu Berlin; wich- tigster Lehrer Ekkehard Schall;
Schauspielabschluss an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" zu Berlin; dort seit 1992 Lehrtätigkeit im Fach Gesang und Interpretation;
zahlreiche Arbeiten für Rundfunk und Fernsehen;
über fünfunddreißig Soloabende, sechzehn davon zu Brecht,
die weiteren basierend u. a. auf Texten von Bach- mann, Braun, Fried, Gernhardt, Goethe, Heine, Kabarett, Kempner, Schrader, Theodorakis und solchen der Kabarett-Literatur;
gespielt bzw. inszeniert am Schloßpark-Theater Berlin, am Kabarett Halle, am Städtebundtheater Hof, am Schloßtheater Celle, am Stadttheater Fürth und dem Staatstheater Cottbus;
ihre Inszenierung des Brecht-Abends "Die Ware Liebe" am Stadttheater Fürth erhielt den Bayerischen Theaterpreis 1998

Hannes Zerbe
Pianist und Komponist;
Studium an den Musikhochschulen Dresden und Berlin;
1985-87 Meisterschüler für Komposition an der Akademie der Künste der DDR bei Paul-Heinz Dittrich;
spielte mit namhaften Musikern des zeitgenössischen Jazz wie Leo Wright, Charlie Mariano, Willem Breuker, Klaus Koch, Lauren Newton, Bernd Konrad, Vladimir Tarasov, Tony Oxley;
gründete 1979 die HANNES-ZERBE-BLECHBAND, die neben eigenen Kompositionen vor allem Werke des 20. Jahrhunderts spielte;
Arbeit mit elektronischer Musik, mit Musik- Text-Projekten (Brecht, Bachmann, Fried, Queneau, Schwitters, Volker Braun, Robert Gernhardt, Heiner Müller) in Zusammenarbeit mit Schauspielern und Sängern;
seit 1996 Leitung der Berliner Big Band JAZZ- ORCHESTER PROKOPÄTZ, wofür er komponiert und arrangiert;
darüber hinaus Kompositionen für Gesang, Kammermusik, Sinfonieorchester, Hörspiel, Theater und Film.

Peter Hacks
Dramatiker, Lyriker, Essayist; geboren 1928, in Breslau, gestorben 2003 bei Groß Machnow; promovierte 1951 in München, ging 1955 nach Berlin, DDR; einer der originellsten und kunstfertigsten deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.
Seine Markenzeichen: schärfste politische und ästhetische Urteile und beißender Witz - gekleidet in vollendete sprachliche Form. Lange Zeit war er der meistgespielte Dramatiker in beiden deutschen Staaten, mit 50 Stücken, wie "Der Frieden" oder "Schlacht bei Lobositz", Welterfolgen wie "Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe". Nicht selten unverstanden oder missverstanden, weil zu dicht an DDR-Gegenwart, siehe "Moritz Tassow" oder "Die Sorgen und die Macht", oder scheinbar vor ihr fliehend wie in seinen großen Klassikadaptionen, zum Beispiel der "Schönen Helena" und "Amphitryon", war er Auseinandersetzungen und zeitweiligen Verboten ausgesetzt. Trotzdem sah er im Westen keine Alternative. Seine "Jetztzeit'-Lyrik nach dem Fall der Mauer bestätigt das.

Programm
01 WAS TRÄUMT DER TEUFEL
02 An Bertolt Brecht
03 LOS CAMPESINOS
04 Ah, Kampfgenosse, das ist eine Zeit
05 KARTOFFELFRAUEN
06 aus: Es ließe sich fragen
07 MEIN DÖRFCHEN
08 An Fritz Mierau
09 PARK IM FRÜHLING
10 Verlorner Eifer
11 LIEB, OH LIEBE UNBEDACHT
12 An Hans Magnus Enzensberger
13 AUF DEM BERGARBEITER-BALL
14 Denn heute leben wir
15 JETZTZEIT
16 An Rainer Kerndl
17 APPELL
18 Buchwelten
19 Geschichte vom Hundestein
20 EINE DICKE FAMILIE
21 LEBEN NEROS
22 ODE AUF BERLIN
23 Straße ins Gestern
24 Tagtraum
25 MAINEBEL
26 Des Mannes Liebe wohnt im Herzen
27 ES IST WAHR, WAS ICH SAG
28 Von den Rechten des Weibes
29 DU SOLLST MIR NICHTS VERWEIGERN
30 Richtigstellung
31 NEUE SITTEN
32 CAITRIN UND JOHN
33 CHORAL
34 LIED VON DEN HELDEN IRLANDS
35 Englische Eröffnung
36 LOBOSITZER MARSCH
37 DIE OLIVEN GEDEIHEN