28. Februar, 20:00 Uhr
ZU GAST BEI KALLENBACH - ProGohlis PRÄSENTIERTE
„Wenn die Mädchen nackt sind!”

Heiko Walter (Gesang) und Frank Bernard (Piano) vom Staatstheater Cottbus

Ein Georg-Kreisler-Abend mit Liedern und Chansons von Georg Kreisler. Sänger Heiko Walter schlüpft in die Rolle eines Beamten, der am Tage konventionell und angepasst sein Leben meistert und des Nachts zur Hochform aufläuft. Zur Geisterstunde äußert er, was er sich am Tag versagt. Heiko Walter hat nun hier bei uns die Gelegenheit, seine darstellerische und interpretatorische Vielseitigkeit einzusetzen.
28. Februar, 20:00 Uhr ZU GAST BEI KALLENBACH - ProGohlis PRÄSENTIERTE „Wenn die Mädchen nackt sind! Ein Georg Kreisler Abend mit Heiko Walter (Gesang) und Frank Bernard (Piano) vom Staatstheater Cottbus







Georg Kreisler
Georg Kreisler studierte in Wien Klavier, Violine und Musiktheorie, bevor er 1938 mit seiner Famile in die USA emigrieren musste. In Hollywood arbeitete er als Film musiker und studierte weiter an der
University of Southern California (dirigieren, komponieren und orchestrieren).
Dienst in der US-Army 1942-45, ab 1944 als Dolmetscher in Europa. 1945/46 wieder in Hollywood, Zusammenarbeit u.a. mit Charly Chaplin. Bis 1955 Chansonier in New Yorker Nachtlokalen, Komponist für Rundfunk und Fernsehen. 1955 Rückkehr nach Wien. Auftritte in der Marietta-Bar. 1956 zusammen mit Gerhard Bronner im Intimen Theater, wo gemeinsam mit Carl Merz, Helmut Qualtinger, Peter Wehle und Louise Martini das Programm "Blattl vorm Mund" entstand und damit eine Art neues Wiener Kabarett begründet wurde. 1958 Übersiedlung mit seiner damaligen Frau Topsy Küppers nach München, 1975 nach West-Berlin. Zu ihren gemeinsamen Programmen gehörten u.a.: "Zwei alte Tanten tanzen Tango" (1961), "Protest nach Noten" (1968) und das Theaterstück "Heute abend – Lola Blau", das 1971 im Theater im Konzerthaus in Wien Premiere hatte. Trennung von Topsy Küppers, Tourneen mit Soloprogrammen. Ab 1977 Auftritte mit Barbara Peters - seiner späteren Ehefrau - in Programmen wie "Rette sich, wer kann" (1977), "Alte Lieder rosten nicht" (1983) oder "Wenn die schwarzen Lieder wie blühn" (1987). Populär wurde er mit seinen makaber-grotesken Liedern der Gattung schwarzer Humor (Der guate alte Franz, 1962). Zahlreiche Auftritte in Rundfunk und Fernsehen. Von seinen mehr als 600 Chansons erschienen viele in Textsammlungen: z.B. "Seltsame Gesänge" 1963, "Nichtarische Arien" 1967 oder "Taubenvergiften für Fortgeschrittene" 1983. Seine Autobiographie veröffentlichte Kreisler 1989 unter dem Titel "Die alten bösen Lieder". Zuletzt mit dem Bayerischen Kaberettpreis 2004 "Der goldene Spaten" ausgezeichnet.

Heiko Walter
Der Bariton wuchs in Cottbus auf, wo er 1981 in den Extrachor des Staats-
theaters Cottbus eintrat. Ab 1987 studierte er Gesang bei Uwe Schliack an der Musikhochschule „Carl Maria von Weber“ in Dresden und beendete sein Studium 1993 mit dem Soloexamen. Noch im selben Jahr wurde er Mitglied im Opernchor des Staatstheaters Cottbus. 2003 wurde er Solist. Seitdem konnte man ihn unter anderem als Professor Higgins („My Fair Lady“), Jim Boy („Die Blume von Hawaii“), Herodes („Jesus Christ Superstar“), Jack Worthing („Mein Freund Bunbury“) und Alexander Obolski („Das Feuerwerk“) sehen und hören. In der Spielzeit 2005/06 folgte sein vielbeachtetes Debüt als Einzeldarsteller in der Sprechrolle des Requisiteurs Josef Bieder in „Die Sternstunde des Josef Bieder“. Seit der Spielzeit 2006/07 ist der Bariton in der Theaterscheune Ströbitz als Conferéncier in dem Erfolgsmusical „Cabaret“ zu erleben. Walters außerordentliche Vielseitigkeit zeigt sich auch in seinen Moderationen, in denen er das Publikum mit enormen imitatorischen Fähigkeiten begeistert. Beim Theaterfest 2004 stellte er seinen persönlichen Rekord auf, indem er nacheinander als Rudi Carell, Emil, Hans Moser, Marcel Reich-Ranicki, Hurvinek und Spejbl, Helmut Kohl und Pittiplatsch moderierte. Sein umfangreiches Konzertrepertoire umfasst neben den großen Oratorien von Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach auch Werke in Konzerten des Philharmonischen Orchesters.

Frank Bernard
stammt aus Cottbus, wo er schon als Kind am Konservatorium Klavierunterricht erhielt.
Ab 1983 studierte er an der Hochschule für Musik “Hans Eisler” in Berlin Dirigieren, parallel dazu Komposition und Kontrapunkt bei Prof. Ruth Zechlin. Bereits während dieser Zeit war er am Staatstheater Cottbus als Solo-Repetitor engagiert.
1989 wurde Frank Bernard Chordirektor und Kapellmeister am Görlitzer Stadttheater.
1991 kehrte er als Solo-Repetitor mit Dirigierverpflichtung ans Staatstheater Cottbus zurück.
2002 übernahm er am Staatstheater Cottbus zusätzlich die Position des Studioleiters.
2004 erhielt er den Karl-Newman-Förderpreis der Max-Grünebaum-Stiftung.