Friedhelm Eberle

absolvierte eine Schlosserlehre, ehe er privaten Schauspielunterricht in
Oberhausen und Basel nahm und 1956 seinen Abschluss in Düsseldorf
machte. Das erste Bühnenengagement hatte er 1957-1959 in Plauen,
danach spielte er für zwei Jahre am Theater in Erfurt. Ab 1962 gehörte er schließlich dem Ensemble des Leipziger Schauspiels an. Dort entwickelte er sich während seiner Laufbahn durch zahlreiche tragende Rollen in klassischen wie zeitgenössischen Stücken zu einer Art "Leipziger Schauspiel-Original".

Eberle, der seit 1965 auch als Schauspieldozent im Fach "Künstlerisches Wort" an der Theaterhochschule Leipzig (heute Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy") arbeitete und 1994 zum Professor berufen wurde, hinterlässt außerdem als Sprecher bei Musiktheater und Konzert seine Spuren. So entstanden in Zusammenarbeit mit Gewandhauskapellmeister Kurt Masur in den 80er Jahren sogar eigene Textfassungen für die musikalischen Aufführungen von "Peer Gynt" oder dem "Sommernachtstraum", mit denen er erfolgreich in den USA bzw. Großbritannien auftrat. Weiterhin veranstaltet er literarische Soloabende und agiert vielfach als Sprecher für Funk, Hörspiel und Synchron.

Mehrfach wurde der sympathische Mime für seine künstlerischen Leistungen ausgezeichnet: 1973 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Leipzig, 1989 den Nationalpreis der DDR. Neben seiner umfangreichen Bühnentätigkeit wirkte er in Fernsehproduktionen mit, wo er u.a. mit Hauptmann Reichenbach einen der Ermittler aus der populären "Polizeiruf 110"-Reihe darstellte.

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