FREITAG, 14. NOV, 20:00
„Blüthner-Fest“ - SPENDENGALA

mit Sarolta Boros Gyevi, Hannes Zerbe, Stephan
König und Thomas Streipert (Moderator)

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SAMSTAG, 15. NOV, 20:00
„JAZZ - IMPROVISATIONEN“

mit Hannes Zerbe (piano), Dirk Engelhardt (sax.),
zwei der prägenden Improvisatoren der aktuellen Berliner Jazzszene

Die beiden Musiker verbindet eine etwa 5jährige Zusammenarbeit in unterschiedlichen Besetzungen. Die intensive Zusammenarbeit in dieser Duo-Besetzung ist aber relativ neu. Engelhardt und Zerbe bevorzugen in ihrer Spielweise ein offenes Improvisationskonzept nach Themen unterschiedlichster Herkunft, auch Kompositionen von Eisler und Hannes Zerbe sind dabei.

HANNES ZERBE/ Komponist, Musiker

Hannes Zerbe studierte zunächst Elektrotechnik mit Abschluss als Dipl.-Ing. an der TU Dresden, später Studium von Klavier an der Jazzabteilung der Musikhochschule in Dresden und Komposition an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin bei Prof. Wolfram Heicking und Prof. Paul-Heinz Dittrich. 1985-87 war er Meisterschüler für Komposition an der Akademie der Künste (Berlin-Ost) bei Paul-Heinz Dittrich.

Zerbe arbeitete mit zahlreichen Musikern der zeitgenössischen Musikszene, vor allem auch des Jazz, in Projekten und Konzerttourneen zusammen (u.a. mit Charlie Mariano, Willem Breuker, Lauren Newton, Bernd Konrad, Klaus Koch, Gebhard Ullmann und Jürgen Kupke). 1979 gründete er die HANNES ZERBE-BLECH BAND, in der neben Jazzmusikern auch Instrumentalisten sinfonischer Orchester (Ost-)Berlins (Staatskapelle Berlin, Komische Oper Berlin und Berliner Sinfonieorchester) spielten. In diesem ca.15köpfigen Ensemble wurden neben eigenen Werken vor allem Kompositionen des 20.Jhdts. (u.a. von Paul Dessau, Hanns Eisler, Kurt Weill) und entsprechende Bearbeitungen gespielt.

Seit über fünfzehn Jahren leitet er das JAZZORCHESTER PROKOPÄTZ, eine unkonventionelle Big Band, für die er fast ausschließlich alles selbst schreibt.

2011 gründete er mit 16 hervorragenden Berliner Jazzmusikern ein neues großes Ensemble, das HANNES ZERBE JAZZ ORCHESTER. Mit dieser Band gewann er 2012 den Studiopreis des Berliner Senats; aus dieser Produktion entstand 2012 die CD „EISLERIANA“, die im Oktober 2012 beim Kölner Label JazzHausMusik erschien und hervorragende Kritiken erhielt.

2013 erschien beim gleichen Label die CD „ERLKÖNIG“ (frei nach Goethe), bei der der Sänger Tobais Hagge (Bassbariton) dazu kam.

Hannes Zerbe komponiert für Gesang, Kammermusik, Sinfonieorchester, Hörspiel, Theater und Film. Er erarbeitete Text-Musik-Projekte (nach Bertolt Brecht, Ingeborg Bachmann, Erich Fried, Raimond Queneau, Kurt Schwitters, Volker Braun, Heiner Müller, Robert Gernhardt, Peter Hacks, Erwin Strittmatter, Erich Mühsam) in Zusammenarbeit mit Schauspielern und Sängern.

Mit den verschiedenen Besetzungen und Projekten trat Hannes Zerbe auf vielen nationalen und internationalen Konzertpodien und Festivals von Petersburg bis Los Angeles auf. Er spielte zu zahlreichen Ausstellungseröffnungen bildender Künstler wie z.B. von Harald Kretzschmar, Volker Pfüller und Horst Bartnik u.a. in Berlin, Schloß Oberhausen, Potsdam, Burg Beeskow.

DIRK ENGELHARDT

ist ein expressiver und zugleich lyrischer Saxophonist, der sowohl im Geiste der Jazz-Avantgarde der 70iger Jahre als auch in der Hard Bop Tradition musiziert, ohne dabei die europäischen Traditionen außer Acht zu lassen. Studierte Klassik und Jazz in Berlin; Unterricht und Workshops bei Detlev Bensmann, Herb Geller, Walter Norris, Lee Konitz, Joe Lovano, Kenny Werner, Steve Lacy.Spielte auf Festivals wie Donaueschinger Musiktage, Berliner Jazzfest, Nancy Jazz Pulsations (Frankreich), Moers Jazzfestival, Jazz Nad Odra (Polen), Poznan Jazzfair (Polen), Pori (Finnland), Fetya (Frankreich), Tanger (Marokko), Presov/Martin (Slowakei), Viersen, Kigali (Ruanda), u.a.Konzerte mit Albert Mangelsdorff, Karl Berger, Uli Beckerhoff, Till Brönner, Ed Schuller, Larry Porter, Paul Imm, Alan Jones, Wolfgang Köhler; mit dem langjährigen Komponisten der Wim Wenders Filme Jürgen Knieper, mit Marianne Rosenberg „5 Tage und 5 Nächte“ und „I´m A Woman“; mit Christian Burchard und der Gruppe „Embryo“; während eines dreijährigen Aufenthaltes in Paris mit Michel Graillier, Rene Urtreger, Jean-Francois Jenny Clark, Geoege Brown, Oliver Johnson, Stephan und Lionel Belmondo und diversen west-und ostafrikanischen und arabischen Musikern; Mitglied im Hannes Zerbe Jazzorchester Berlin.